Deutsche buchen immer später Hoteliers „eine steife, formalistische Truppe“?
Feb 29

Megafon - (c) Ken Hurst / fotoliaIst es eine Meldung, wenn ein Laden für drei Stunden schließt? Ja, wenn „der Laden“ erstens Starbucks heißt und der angebliche Grund für die Schließung zweitens so gut mit den Kernbotschaften des Unternehmens verknüpft wird wie in diesem Fall.

Die Coffeehouse-Kette hatte kurzfristig angekündigt, am vergangenen Dienstagnachmittag sämtliche 7.100 US-Filialen für drei Stunden zu schließen, damit sich die Mitarbeiter in dieser Zeit der Perfektionierung des Kaffeezubereitens widmen können.

Die Nachricht hat sich natürlich on- und offline wie ein Lauffeuer verbreitet und so die Botschaft des Unternehmens in die Welt getragen: Unsere Kernkompetenz ist Kaffee, und wir tun alles dafür, die besten zu sein.

Martin Oetting von ConnectedMarketing nennt das Word-of-Mouth-Marketing, zu deutsch: Mundpropaganda. Für uns ist es PR, und zwar richtig gute.

Allerdings keine billige. Denn die Umsatzausfälle dürften sich in siebenstelliger Höhe bewegen. Dafür hätte man natürlich auch eine klassische Werbekampagne fahren können. Ob die jedoch nur annähernd so wirkungsvoll gewesen wäre, ist stark zu bezweifeln. Zumal es Starbucks sicher auch darum ging, die weniger erfreulichen Meldungen über Sparmaßnahmen und Stellenabbau zu verdrängen. Das dürfte gelungen sein.

So kommt man aus der Defensive in die Offensive. Hut ab!

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