Nach zahlreichen veredelten Alben für sein musikalisches Schaffen und der Goldenen Feder für sein literarisches Werk wird Dieter Bohlen jetzt eine weitere Ehrung für sein bildungspolitisches Engagement zuteil: Der „Nasse Schwamm“ des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE). Der VBE sehe in dem Jurymitglied von „Deutschland sucht den Superstar“ den gesellschaftlichen Dauer-Tiefschläger des Jahres 2007, heißt es in der Preisbegründung.
Der VBE-Vorsitzende Ludwig Eckinger:
„Der ‚Nasse Schwamm’ gebührt ihm für besonders schamlose Scheinheiligkeit. Dieter Bohlen kultiviert die Lust an Erniedrigung und zelebriert mediale Brutalität. Er schindet Quote für einen Sender auf Kosten Jugendlicher, die noch zwischen Ideal und Illusion schwanken und es als tough ansehen, um jeden Preis in die imaginäre Welt einer Fernseh-Community zu kommen. Hier wird Demokratie bewusst falsch aufgezäumt: Statt respektvolle Unterstützung zu geben, wird niedergemacht.“
Da bleibt uns nur noch eins: Herzlichen Glückwunsch! Was kann Herr Bohlen jetzt, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, noch mehr erreichen? Wir meinen: Nichts. Deshalb wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, sich zurückzuziehen.
Die Ehrung findet übrigens morgen Abend ab 18.30 Uhr auf dem Bildungspolitischen Abend des VBE im Berliner MAGNUS-Haus statt. Ob der Geehrte bei der Preisverleihung persönlich anwesend sein wird, ist zur Stunde nicht bekannt. Zuzutrauen wär’s ihm.
Bohlen ist übrigens der vierte Preisträger des „Nassen Schwamms“. In der bisherigen Preisträgergalerie sind Klaus Böger, vormaliger Berliner Schulsenator, Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, sowie EU-Kommissarin Viviane Reding verewigt.
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