Auf den ersten Blick hat es nichts mit Tourismus oder Marketing zu tun, auf den zweiten dafür umso mehr. Auch der Werbeblogger blickt angesichts der jüngsten Ereignisse in Tibet über den Tellerrand, reflektiert die Reaktionen der Olympia-Funktionäre und bezieht klar Position. Die keineswegs eine einsame ist, wie die zahlreichen Kommentare zu seinem Beitrag zeigen. Sehenswert auch die bitterböse Karikatur zur Entstehungsgeschichte des Logos der Spiele in Peking.
Man sollte sich bei der Gelegenheit auch noch mal der Argumentaton erinnern, mit der seinerzeit die Vergabe der Olympischen Spiele nach China begründet wurde. Die genauen Wortlaute haben wir zwar nicht mehr parat, aber dem Sinn nach ging es um folgendes: Man wollte mit der Entscheidung die Bemühungen der chinesischen Regierung um Öffnung und Demokraktisierung honorieren, verbunden mit der Erwartung, dass die Spiele diesen Prozess weiter fördern und die Situation der Menschenrechte deutlich verbessern würden.
War wohl nichts. Okay, dass auch damals schon wirtschaftlliche Aspekte eine große Rolle gespielt haben, konnte man sich denken. Spätestens jetzt, nachdem die offizielle Begründung ad absurdum geführt ist und angesichts der Stellungnahmen dazu, gibt es darüber wohl keine Zweifel mehr.
Wobei ein Boykott natürlich nicht leichtfertig ausgesprochen werden sollte, keine Frage. Ihn allerdings von vornherein komplett auszuschließen, kann durchaus als Freibrief dafür betrachtet werden, die angeblichen Werte der Olympischen Spiele ungestraft mit Füßen treten zu dürfen. Der Begriff „völkerverbindend“ bekommt im Falle Chinas und Tibets jedenfalls eine ganz neue Bedeutung …
Ein Kommentar zu “Olympia-Boykott: Ja [ ] - Nein [ ] - Egal [ ]”
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März 18th, 2008 at 11:55
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