Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) freut sich über eine äußerst positive Branchenentwicklung. So habe der Online-Werbemarkt 2007 mit knapp 2,9 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke erreicht. Und für das laufende Jahr prognostiziert der BVDW sogar 3,7 Milliarden Euro. Damit sei das Internet auf dem besten Wege, drittstärkstes Werbemedium nach TV und Zeitung zu werden, teilte der Verband gestern auf seiner Jahrespressekonferenz mit. Allein der Fachkräftemangel und politische Rahmenbedingungen machten der Branche zu schaffen.
Aktuellen Studien zufolge glaubten nur wenige Unternehmen, dass die Öffentliche Hand bei der Lösung des Fachkräfteproblems hilfreich sei. Mit dem „Bildungsnetzwerk der Digitalen Wirtschaft“ habe der BVDW nun eine Initiative vorgestellt, die Bildungsanbieter und Unternehmen besser miteinander vernetze sowie Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen Qualifizierungsmöglichkeiten und Wege in die Digitale Wirtschaft aufzeige.
Der gestiegene Umsatz der Branche würde sich indes auch positiv auf die Beschäftigtenzahlen auswirken. Nach ersten Analysen könnten die Dienstleistungsunternehmen im vergangenen Jahr knapp 20 Prozent Mitarbeiterzuwachs verzeichnen.
Online-Werbemarkt treibt Wachstum an
Der Grund für das Wachstum im Dienstleistungssektor sei nicht zuletzt in der positiven Entwicklung des Online-Handels, des Mobilfunkmarktes und vor allem in der Online-Werbung zu sehen. Der Online-Werbemarkt habe demnach 2007 noch einmal deutlich auf ein Gesamtvolumen von knapp 2,9 Milliarden Euro zulegen können. „Auch für 2008 gehen wir von einem erfreulichen Zuwachs von durchschnittlich 29 Prozent aus“, zeigt sich Paul Mudter, Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises im BVDW, zuversichtlich. Damit würden sich die Brutto-Werbeinvestitionen im laufenden Jahr auf rund 3,7 Milliarden Euro belaufen. „Vor allem Bewegtbildformate und der verstärkte Einsatz sogenannter Targetingmethoden, mit denen Werbung sehr gezielt ausgeliefert wird, stehen bei den Werbetreibenden hoch im Kurs“, so Paul Mudter weiter. Mittelfristig würde erwartet, dass sich Online zum drittstärksten Werbemedium nach TV und Zeitung entwickelt.
Grundlagen für ein gesundes Wachstum schaffen
Trotz der durchweg positiven Branchenentwicklung mahnen die BVDW-Experten Korrekturbedarf an, um das Wachstum langfristig zu stützen. So laufe die Branche beispielsweise Gefahr, bei wichtigen Fragen zu Jugend- und Datenschutz seitens der Gesetzgeber im internationalen Vergleich benachteiligt zu werden. Auch die Aktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanbieter betrachtet der BCDW als Fehlentwicklung, die es zu korrigieren gelte.
Hier geht’s zur Pressemitteilung des BVDW
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