Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg hat eine empfehlenswerte Publikation zum Thema Web 2.0 veröffentlicht: „a digital lifestyle - leben und arbeiten mit social software“. Es handelt sich dabei nicht um eine weitere medientheoretische Betrachtung, sondern um konkrete Beschreibungen mit praktischem Nutzwert. Behandelt werden Begriffe wie Wissensmanagement, Geschäftsmodelle, Werbung und PR, aber auch die Frage, was das Social Web so erfolgreich macht. Das lesenswerte Dokument kann kostenlos von der begleitenden Website herunter geladen werden. Für 15 Euro ist außerdem auch eine gedruckte Fassung erhältlich.
Die Mehrheit der deutschen Hoteliers und Gastronomen betrachtet das Internet als wichtigstes Werbemedium, noch deutlich vor Anzeigen in Publikumszeitungen und -zeitschriften. Auch Direktmarketing spielt eine große Rolle. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Marktplatz/Hotel im Auftrag der AHGZ. Mehr als ein Viertel der befragten Betriebe wollen zudem ihr Werbebudget erhöhen. Weitere Zahlen und Informationen gibt’s auf der AHGZ-Website.
„Weißt du, begann Hermann, vielen Hoteliers hier geht es heute noch viel zu gut. Sie sind zu satt. Darum haben sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt und wollen sich nicht verändern. Nur der Hunger lässt auch die einfachste Nahrung zum Festmahl werden. Aber je stärker der Magen schon knurrt, umso schwerer ist die Jagd.“ Eine schöne Geschichte, die Hannes Treichl da erzählt. Von einem Hotelier aus dem Tuxertal, der sich selbst zum besten Werbeträger für sein Haus gemacht hat und mehr „Wir“ statt „Ich“ propagiert.
Danke! Dann können wir uns einen Textbeitrag zu dem Thema ja sparen: Matthias Süß macht auf die hohe Relevanz von Wikipedia bei der Suche nach Informationen zu Urlaubsorten aufmerksam und wundert sich, dass sich die DMOs kaum um eine Aufwertung der betreffenden Einträge kümmern. Mit ergänzenden Informationen und attraktivem Bildmaterial zum Beispiel. Und mit Links zu den jeweiligen Tourismus-Portalen. Was ja alles durchaus auch im Sinne der Wikipedia-Nutzer wäre. Also, am besten schnell mal nachsehen, wie Ihr Ort, Ihre Region dort dargestellt wird und als Stichwort für den nächsten Maßnahmenkatalog notieren: „Wikipedia!“
Erfolgsgeschichten aus der Praxis sind ein bewährtes Mittel, um potentielle Kunden vom Nutzen eines Produktes zu überzeugen: Sieh her, der Herr X von der Firma Y aus Z hat’s auch gekauft und tolle Erfolge damit erzielt! Da kann kein noch so guter Werbetext argumentativ mithalten. Natürlich darf man so eine Geschichte werblich rund machen, ich nenn’s mal „lektorieren“. Aber in den Eckpunkten muss sie schon stimmen, sprich: überprüfbar sein. Das heißt, Herr X und Firma Y sollten real existieren und tatsächlich mit dem Produkt gute Erfahrungen gemacht haben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. … weiterlesen »
Manchmal hat man ja den Eindruck, Marketing und Werbung seien ganz neue Erfindungen des 21. Jahrhunderts. Zumindest tut mancher studierte XY-Consultant, -Director oder -Manager so. Neu ist aber vor allem die Masse der Werbebotschaften, die uns tagtäglich auf allen Kanälen begegnen. Die Elektronik macht’s möglich. Dass vor 80 Jahren auch schon Werbebriefe geschrieben wurden, ist heute kaum vorstellbar. Ein Mailing ohne PC, Internet, Digitaldruck und Mail-Merge-Funktion - wie soll das gehen? Es ging. Mit Qualität statt Quantität. … weiterlesen »
Werbeblogger Patrick Breitenbach lässt sich über das fragile Beziehungsgeflecht zwischen Auftraggebern und -nehmern in der Kreativbranche aus und fragt sich, ob Kunden wirklich beraten oder lieber in ihren Ansichten bestätigt werden wollen. Mit unseren Worten: Wie ernst darf ein „Berater“ sich selbst und seine Arbeit nehmen, wenn er erfolgreich sein will? Vroni setzt in den Kommentaren noch einen drauf: „Manchmal nimmt die Agentur Texter, die ein scharfes und ehrliches Mundwerk haben, bewusst nicht mit zum Kunden. Oder verdonnert sie zum Schweigen.“ So ist es. Die Konsequenz: Faule Kompromisse. Schon G. Chr. Lichtenberg wusste: „Vom Wahrsagen lässt sich wohl leben, aber nicht vom Wahrheit sagen.“
Weil wir gerade beim Thema sind: „Städtemarketing in der Sackgasse?“ fragt das fontblog angesichts der beliebig wirkenden Spielereien mit Silben der Städtenamen. Anlass war die Vorstellung des neuen Madrid-Claims „Mad(rid) about you“. Die Frage ist sicher berechtigt, aber gerade letztgenannten finden wir in der grafischen Darstellung eigentlich sogar recht gelungen und sehr viel mutiger als beispielsweise „be Berlin“ oder „LondON“. Wobei man festhalten muss, dass es Städte- und Länder-Slogans immer besonder schwer haben, da sie es allen recht machen sollen, innen wie außen. Was bekanntermaßen nicht funktionieren kann.
Heißer Buchtipp für Stadtmarketer und Designer: „Mut zum Profil“ lautet der Titel, Autor ist der Berliner Designer und Konzeptioner Matthias Beyrow. Er gibt Tipps zum Thema „Corporate Identity und Corporate Design für Städte“ und plädiert für die Erarbeitung strategischer Leitbilder. Überdies hat er die Erscheinungsbilder von über 80 Städten und Gemeinden einer Inspektion unterzogen - von Flensburg bis Ulm, vom einfachen Schriftzug und Wappen bis zum komplexen Corporate Design Manual. Das schön gestaltete Buch im Format 20 x 25 cm erschien bereits 1998, hat aber inhaltlich kaum an Relevanz verloren (die vorgestellten CDs und Logos sind teilweise noch heute gültig). Die Restauflage wird seit einiger Zeit bei Koppmedien verramscht: Für 4,95 Euro! Natürlich nur, solange Vorrat reicht …
(AHGZ) Wie Hoteliers mit cleverem Vertrieb ihren Umsatz steigern – das verraten Verkaufsgrößen des Gastgewerbes beim Leaders Day 2008. Der Branchentreff für Führungskräfte findet am 2. und 3. Juni im Lindner Congress Hotel in Frankfurt am Main statt. Vertriebs- und Marketingexperten der Hotelbranche präsentieren an zwei Tagen offensive und ausgefallene Verkaufsmethoden und Vertriebsstrategien. … weiterlesen »